Mumps, Masern und Röteln (MMR) sind hoch ansteckende Viruserkrankungen, die vor allem Kinder betreffen. Inzwischen als Erkrankungen insgesamt sehr selten geworden, können neben meist eher milden Krankheitsverläufen in Einzelfällen auch schwere Komplikationen auftreten, wie Hirn(-haut)-entzündungen, Gehörverlust oder angeborene Fehlbildungen des Embryos bei Erstinfektion mit Röteln in der Schwangerschaft. Die MMR-Impfung bietet in den allermeisten Fällen einen effektiven Schutz vor diesen Erkrankungen.
Gerade in Bezug auf diese drei Erkrankungen erlebe ich in meiner Impfberatung bei immer mehr Eltern eine Mischung aus Erleichterung und Skepsis: Einerseits beruhigt die Seltenheit. Andererseits fragen sich viele, ob die Impfung unter diesen Umständen noch dieselbe Notwendigkeit hat wie früher. Die politische Diskussion um die Impfpflicht gegen Masern hat diese Fragen in den letzten Jahren immer weiter verstärkt.
In meiner individuellen, achtsamen Impfberatung gehen wir auf dieses Erleben und die daraus resultierenden Fragen ausreichend ein und finden so einen Weg, der zu euch und eurer Situation bestmöglich passt.
Wie entstehen Mumps, Masern und Röteln und wie äußern sich diese Erkrankungen
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- Mumps: wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, verursacht Fieber, geschwollene Speicheldrüsen und in seltenen Fällen Entzündungen der Hoden oder Eierstöcke.
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- Masern: extrem ansteckend, zeigen sich durch Fieber, typischen Hautausschlag, Bindehautentzündung, Husten; schwere Verläufe können Lungenentzündung oder Gehirnentzündung (Enzephalitis) nach sich ziehen.
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- Röteln: meist mild bei Kindern, aber besonders gefährlich in der Schwangerschaft bei Erstinfektion, da sie Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen können.
Die MMR-Impfung – Funktionsweise und Schutz
Die MMR-Impfung enthält abgeschwächte Lebendviren von Mumps, Masern und Röteln. Das Immunsystem erkennt die Viren und bildet Antikörper, sodass eine spätere Infektion verhindert oder abgeschwächt verläuft.
Wirksamkeit
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- In aller Regel effektiver Schutz vor drei schweren Virusinfektionen und damit
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- Vorbeugung von seltenen, aber schweren Komplikationen wie Gehirnentzündung, Hörverlust oder Fehlbildungen
Nebenwirkungen und Sicherheit
Die MMR-Impfung gilt in der Fachliteratur als insgesamt recht sicher. In einigen Fällen kommt es nach der Impfung zu Reaktionen wie Fieber, Hautausschlag oder Schwellung an der Einstichstelle. Schwere Nebenwirkungen sind glücklicherweise selten. In der achtsamen Impfberatung werden diese Aspekte verständlich erklärt und es erfolgt eine individuelle Abwägung der Impfungen, damit Eltern gut informiert entscheiden können. Wie bei allen Impfungen spielt auch der Impfzeitpunkt meiner Erfahrung nach eine entscheidende Rolle in Bezug auf das Auftreten von möglichen Impfreaktionen.
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